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Detail Bild LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Zitat:
Die Atmosphäre harter Arbeit prägt das Innere des mächtigen Malakowturms. Hier fuhren die Bergleute in den 750 Meter tiefen Schacht ein, hier kam die Kohle aus der Tiefe zu Tage – bis die Zeche Hannover 1973 als letztes Bochumer Bergwerk schloss. - Zitatende
Auszug aus der Internet-Site des LWL-Museums über die "Zeche Hannover". Und was ist nun an der Zeche Hannover so toll? Zechen hatten wir doch viele im Ruhrgebiet.
Also, Zeche Hannover ist schon etwas Besonderes. Sie bietet etwas für die ganze Familie. Um mal das Klischee zu bedienen: Technik für den Vater, Sozialkultur für die Mutter und einen Abenteuerspielplatz für die Kinder. Nichts für ungut technikbegeisterte Frauen und sozialpolitisch interessierte Männer, lauert mir jetzt nicht bei nächster Gelegenheit auf. Weniger Bedenken habe ich bei den Kindern, die "Zeche Knirps" kommt eigendlich bei allen gut an.
Aber mal der Reihe nach.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren Fördertürme nicht aus Stahl, so wie wir sie heute kennen, sondern gemauert - meist aus Ziegelsteinen. Um die starken Querkräfte abzufangen, waren die Seitenmauern sehr dick, bis zu 1,5 Metern. Das gab den Türmen ein wuchtigen Aussehen und verhalf ihnen zu dem Namen "Malakowturm". Der Name stammt von der Festung Malakow aus dem Krim-Krieg. Sie war sehr stark befestigt und hielt lange allen Angriffen stand. Im ganzen Ruhrgebiet sind heute nur noch 13 Malakowtürme erhalten, vier davon allein in Bochum. Der Turm der Zeche Hannover ist der schönste von allen. Er trägt reichen Ziegelschmuck: Lisenen, Simse, Blendbögen, zwei Bogenfriese sowie einen Zinnenkranz als Bekränzung. Er zeugt von dem Selbstbewußtsein der Industriebarone im 19. Jahrhundert.
Die Maschinenhalle nebenan ist etwas schlichter, beherbergt aber die große Fördermaschine. Ursprünglich wurde sie mit Dampf betrieben, heute zu Vorführzwecken mit Preßluft. Und das muß man einmal gesehen haben. Natürlich weiß jeder wie eine Dampfmaschine funktioniert, aber bei dieser Fördermaschine fühlt man es innerlich. Und plötzlich weiß man, so und nicht anders arbeitet eine Dampfmaschine.
Die Zeche Hannover war einst die Musterzeche der Krupps. Und zur Musterzeche gehört auch eine Mustersiedlung. Die Bergarbeitersiedlung "Dahlhauser Heide" liegt gleich nebenan. Renoviert und den heutigen Komfortansprüchen angepasst gehören die Häuser zu begehrten Wohnobjekten. Erbaut wurden sie Anfang des 20. Jahrhunderts für Arbeiter und Beamte der Zeche. Für die damalige Zeit war das eine Sensation. Sie vermittelt den Eindruck einer Gartenstadt - viele Zuwanderer kamen aus ländlichen Regionen. Auch wenn die Unternehmer damit ihre eigenen Interessen zu verbinden wußten, war es auch ein sozialer Akt. Denn ohne Siedlungen dieser Art wäre es es nicht möglich gewesen, ausreichenden Wohnraum für die vielen Zuwanderer zu erstellen.
Etwas abseits, an der Straße "Zum alten Kamp" stehen noch 3 Bergarbeiterhäuser mit ihren Gärten im Originalzustand. Diese können nach Absprache auch von innen besichtigt werden.
Ja und für die Kinder gibt es die "Zeche Knirps". Ich möchte es mal als Abenteuerspielplatz bezeichnen. Ein Kinderbergwerk mit der Möglichkeit für die kleinen von 4- 12 Jahren den Bergbau hautnah zu erleben. Jedesmal wenn ich dort bei schönem Wetter vorbeikomme, sehe ich ausgelassene und fröhliche Kinder - es wird auch Ihren Kindern gefallen, bestimmt.
Und noch ein Hinweis. So im Schnitt alle zwei Jahre gibt es auf den Gelände das Megaereignis - das Dampffestival. Gezeigt wird was auf der Straße fährt und mit Dampf angetrieben wird. Also Dampfautos, Dampf-Motorräder, Kirmes-Zugmaschinen und, und, und. Vieles original, vieles als Modell - meist im Maßstab 1:3, aber alles betriebsbereit. Wie gesagt, ca. alle zwei Jahre Anfang Mai. Achten Sie auf Ankündigungen in der Presse, auf Plakate oder schauen Sie in den Veranstaltungskalender vom Stadtmarketing Bochum (gibt es monatlich im Bürgerbüro bzw. im Büro für Stadtmarketing an der Huestraße)  Weniger
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  • Industriekultur
  • Familie, gemütlich, Junges Publikum, Kinder, kostenlos
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Die Atmosphäre harter Arbeit prägt das Innere des mächtigen Malakowturms. Hier fuhren die Bergleute in den 750 Meter tiefen Schacht ein, hier kam die Kohle aus der Tiefe zu Tage – bis die Zeche Hannover 1973 als letztes Bochumer Bergwerk schloss. - Zitatende
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Kommentare von Mitgliedern
Userbild Tom
Tom (30.01.10 13:42):
Tolle Location im Schatten der Zeche Hannover, gerade für Kindergeburtstage etc.