Mehr Bilder
Detail Bild mittelalterlicher Stadtkern Hattingen
Es wundert mich ja schon etwas, dass unter Hattingen die Altstadt nicht aufgeführt ist. Na ja, es werden wohl alle gedacht haben die Altstadt ist so bekannt, da muss man gar keinen Artikel zu schreiben. Dann brauche ich ja auch nicht zu erwähnen das die Hattinger Altstadt den größten geschlossenen, mittelalterlichen Stadtkern weit und breit darstellt, mit Cafes, gemütlichen Kneipen, kleines Restaurants. Brauche nicht zu schreiben dass Sie unbedingt das Bügeleisenhaus ansehen sollten. Wußten Sie das Otto Wohlgemuth (1884 – 1964) hier seine letzten Lebensjahre gewohnt hat? Otto Wohlgemuth kennen Sie doch sicherlich, er gilt vielen als Repräsentant der Arbeiterdichtung. Mit ihm schloss die Arbeiterdichtung an die anerkannte Literatur an. Im Bügeleisenhaus gibt es ein kleines heimatkundliches Museum (nur Sonntags geöffnet), das unter anderen sich mit dem Leben und Werken Otto Wohlgemuths befaßt.
Dann gibt es da ja noch die St. Georgs Kirche, die mit dem schiefen Turm. Klar, Sie wissen schon welche ich meine. Das Buch „Ruhrsagen“ von Dirk Sondermann weiß zu berichten, dass der germanische Gottvater Wodan, der im nahegelegenen Wodantal hauste, in seinem Neid einen Bann über den Kirchturm ausgesprochen hat, aus Ärger weil dieser sich stets nach der Sonne verneigte, aber niemals gegenüber ihm. Also Leute, das kann ja wohl nicht sein. Wodan, oder auch Odin, wie ihn die skandinavischen Völker nennen, war das weiseste Wesen im Universum. Gab er doch eines seiner beiden Augen als Pfand dafür um aus dem Brunnen des Mimir trinken zu dürfen. Der Brunnen des Mimir gilt als die Quelle der Weisheit und ist eine der drei Urquellen der Schöpfung. So kann man es in der Edda nachlesen. Jemand der so weise ist, erzürnt sich nicht über einen Kirchturm. Das könnt ihr mir doch nicht verklickern. Außerdem hielt sich Wodan nie für einen Gott, er war der Stammvater der Asen.
Vor der Altstadt, an der Stadtmauer neben dem Reschop Carré, stehen die „Eisernen Menschen“, Plastiken des polnischen Bildhauers Zbigniew Frączkiewicz. Sie erinnern an den Kampf um den Stahlstandort Hattingen. Sie erregten seinerzeit wegen ihrer Nacktheit und Erotik Bedenken beim Ausländerbeirat, fanden aber Unterstützung im Städtischen Kulturausschuss, der sich auch letztlich durchsetzte.
An der Straßenkreuzung auf der anderen Seite vom Reschop Carré, schlecht zu finden unter den hohen Bäumen, steht der etwa 20 Tonnen schwere Horkenstein. Er steht noch nicht lange da, bis 1984 stand befand er sich nördlich der Ruhr in der Nähe des Grotenberges. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Kultstein aus germanischer Zeit. Ist aber schon interessant so einen großen Stein mal anzufassen und sich vorzustellen was er schon alles gesehen haben muss.  Weniger
Beschreibungstext ändern
  • Architektur, Aussichtspunkt, Bar, Biergarten, Bistro , Café, Denkmal, Geschichte, Kirche, Kneipe, Kulturgeschichte, Kunst, Museum, Restaurant, Weinlokal
  • 30+, 50+, chillig, cool, Familie, gemütlich, historisch, kulturell, romantisch, urig
Es wundert mich ja schon etwas, dass unter Hattingen die Altstadt nicht aufgeführt ist. Na ja, es werden wohl alle gedacht haben die Altstadt ist so bekannt, da muss man gar keinen Artikel zu schreiben. Dann brauche ich ja auch nicht zu erwähnen das die Hattinger Altstadt den größten geschlossenen, mittelalterlichen Stadtkern weit und breit darstellt, mit Cafes,..   Mehr
 
2 Stimmen